
„Ergotherapie bei Demenz – Selbstständigkeit so lange wie möglich erhalten“
- Anke Odenthal

- 26. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Demenz ist keine Einbahnstraße: Auch wenn die Herausforderungen im Alltag wachsen, muss nicht gleich die Selbstständigkeit driften. In meiner Praxis geht es darum, Menschen zu unterstützen, ihre Fähigkeiten so lange wie möglich eigenständig zu erhalten – ganz individuell, liebevoll und praxisnah.

Warum Ergotherapie bei Demenz sinnvoll ist
Ergotherapie stärkt die Lebensqualität bei Demenz, indem sie gezielt Fähigkeiten trainiert und den Alltag sinnvoll strukturiert – mit dem Ziel, Unabhängigkeit und Würde zu bewahren. Dabei setzen wir auf Ressourcenförderung statt Defizitfokus.

Praxisnahe Strategien
• Ritualisierte Tagesstruktur
Kurze, wiederkehrende Tagesabläufe geben Sicherheit: Morgens waschen, frühstücken, Spaziergang. So fühlen sich Betroffene orientierter und eingebundener.
• Gestützte Selbstversorgung & Alltagshandlungen
Durch angepasste Praxisübungen fördern wir Fähigkeiten wie An- und Ausziehen, Essen oder Körperpflege – mit Hilfsmitteln, die das Tun erleichtern.
• Kognitive Aktivierung spielerisch gestalten
Spiele, Fotoalben oder einfache Alltagsaufgaben regen das Gedächtnis an und erhalten Verbindung zu vertrauten Bereichen.
• Umgebungsanpassung & visuelle Hilfen
Etiketten, klare Markierungen oder reduzierte Reizquellen – solche kleinen Anpassungen unterstützen Orientierung im eigenen Zuhause.
• Einbeziehung Angehöriger & Coaching
Stimmen Sie zusammen Tagesrhythmen ab, setzen Sie realistische Ziele, und erleben Sie wertschätzende Therapiebegleitung, auch wenn sich die Situation verändert.

Fazit
Jeder Mensch mit Demenz hat wertvolle Fähigkeiten – und verdient Begleitung, die diese Sichtweise stärkt, statt sie zu verleugnen. In meiner Praxis arbeite ich achtsam, bodenständig und patientenzentriert – und finde immer neue Wege, um Selbstständigkeit und Lebensfreude zu bewahren.




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